Raus aus der Komfortzone

Mut ist so individuell, wie wir Menschen auch. Dem einen machen ganz alltägliche, vermeintlich kleine Dinge Angst, den anderen packt die Angst erst bei ganz großen, wagemutigen Aktionen. Aber was genau ist dann Mut? Wenn ich keine Angst mehr habe? Oder eher die Überwindung der Angst?

Mit diesen und anderen Fragen zum MUT beschäftige ich mich in meinem Beratungsalltag immer wieder. Vor allem beschäftigt mich, wie wir Menschen uns oft mit allgemeingültigen Regeln und Annahmen in Zuständen manifestieren, die uns nicht glücklich machen. Damit meine ich Sätze wie: „Ab 50 bekommt man ja eh keinen Job mehr“, „Eine Teilzeitstelle als Mutter zu finden, ist unmöglich“ oder „Meinem Chef Feedback zu geben, bringt nichts“

Klar ist, alle genannten Situationen brauchen sicherlich Mut, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und einen guten Selbstwert. Und es braucht dann die Überprüfung und den Versuch am Arbeitsmarkt oder beim Chef. Nach 40-50 Bewerbungen und erfolglos geführten Gesprächen mit dem Vorgesetzten, wären solche Aussagen mehr als verständlich. In der Realität treffe ich aber nicht auf am Versuch gescheiterte Menschen, sondern auf Menschen, die diese Aussagen von anderen einfach übernehmen. Solche Sätze werden im Café neben mir getätigt und ich beobachte, dass alle nicken, bestätigen und damit diese Aussage manifestieren. Der Verstand hat sozusagen die Aussage fachgerecht überprüft und für wahr eingestuft. Diese Art von Sätzen machen die Runde, immer wieder nicken alle bestätigend und klar ist, hier gibt es NIE wieder einen Ausweg. So ist das! Für immer!

Oder eben doch nicht, sage ich als Mutberaterin!

Mal angenommen, wir wären verantwortlich für die Gestaltung unseres Lebens und müssten solche Sätze nicht einfach nickend annehmen. Mal angenommen, wir dürften bestimmen, was für unser Leben wahr wird. Mal angenommen, Sie trauen sich heute Ihrem Chef ein Feedback zu geben und es ändert sich auf einmal doch etwas….

Ich erlebe oft, wie viel mehr an Handlungsspielraum möglich ist, wenn wir uns aus unserer Komfortzone hinaus trauen und verstehen, dass mutiges Handeln im ersten Schritt immer die Überwindung der Angst bedeutet. Im zweiten Schritt wird ein solches Handeln oft belohnt. Entweder durch den Erfolg oder manchmal, wenn wir scheitern, trotzdem durch das tolle Gefühl, es versucht zu haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute ein mutiges Herz! Und falls Sie noch einen Anlauf zum mutiger werden brauchen, können Sie sich hier gerne noch Anregung holen:

Die guten Tipps zum MUTmuskeltraining kommen am Ende des Vortrages, halten Sie also einen Stift bereit:-)

Es grüßt Sie ganz herzlich,
Ihre Tanja Peters