Vom MUT einfach mal nichts zu tun…

Am Montag bin ich mit dem Wunsch nach Entspannung und Erholung in meinen einwöchigen Urlaub an die Ostsee aufgebrochen. Die Bahn hatte leider das Memo zur pünktlichen Abfahrt und Ankunft genau an diesem Tag nicht erhalten. Lassen Sie es mich so sagen: es war nicht einfach dort anzukommen wo ich hin wollte und vor allem nicht im vorher geplanten Zeitraum. Irgendwann war ich da. In mir war vorher die folgende Idee gereift. Ich bin ja dann in einer anderen Umgebung, möglichst scheint die Sonne und das Telefon schweigt, weil ausgestellt – dann kann ich doch ganz wunderbar ein paar Workshopkonzepte entwickeln und mich auf kommende Seminare vorbereiten, weil vorher im Büro einfach die Zeit gefehlt hat. Und natürlich wollte ich die Hauptaufgabe, nämlich die des Erholens und Entspannens, auch nicht aus den Augen verlieren. Aber es geht sicher beides, der Tag hat ja auch im Urlaub 24 Stunden, gefühlt vielleicht sogar mehr.

Kommen Menschen mit solchen Konzepten in meine Beratung – möglichst auch noch mit dem Wunsch zu einer besseren Work-Life-Balance – wüsste ich ein paar gute Übungen und Methoden hier durch Blickwechsel und dem Erkennen von Zusammenhängen neue Ideen, wie man seinen Urlaub gestalten kann, einzuladen.

Betrifft das Thema einen selber, gibt es sogenannte blinde Flecken. Die können eher kleiner und auch schon mal sehr groß sein. Wie schön, wenn diese blinden Flecken sich zeigen und sichtbar werden. Manchmal durch einfaches Hinschauen – der bekannte Schulterblick – durch Feedback von Freunden oder professionelle Beratung. In meinem Fall war nicht alles drei notwendig. Schon nach meiner Ankunft habe ich die ersten Ideen von direkt Loslegen über Bord geschmissen. Am nächsten Tag war das Wetter einfach zu schön, am dritten Tag hat die Stadt gelockt….

Ich war mutig und habe alle anstehenden Arbeiten auf die nächste Woche verschoben und mich dem faulen Nichtstun hingegeben.  Und Mut brauch es, wenn wir uns auch mal einen verspäteten Abgabetermin trauen, wenn wir mal nicht ,so wie sonst immer, alles schaffen und es auch noch leicht aussehen lassen. Es braucht den Mut zuzugeben: Ich kann einfach gerade nicht mehr und brauche eine Pause!

In diesem Sinne wünsche ich allen Urlauberinnen und Urlaubern eine wunderbare, faule, erholsame und stressfreie Zeit. Seien Sie mutig, tun Sie doch einfach mal garnichts:-))

Herzlich
Ihre Tanja Peters